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Rede von Ulrich Heinemann
zum 2. Lachsbesatzes der AOLG

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Gäste des 2. Lachsbesatzes der AOLG an der Oker.

Mein Name ist Ulrich Heinemann, ich bin der 1. Vorsitzende des VNS Goslar und habe die Ehre Sie zu der Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Rolf Giesecke, dem 1. Vorsitzenden des VVS begrüßen zu dürfen.

Ich freue mich besonders darüber den Nds. Umweltminister Hans-Heinrich Sander als Ehrengast der Veranstaltung hier in Vienenburg begrüßen zu können.

Weiterhin ist es mir ein Anliegen auch die Sponsoren, es sind bis heute immerhin 12 Institutionen und Betriebe besonders zu begrüßen. Die VB Aller Oker, die Volksbanken Börßum-Hornburg, Braunschweig, Wolfenbüttel-Salzgitter, Nordharz und die VB-Stiftung, die Harzwasserwerke, die Nordzucker AG, die LandE GmbH, die Firma Westermann-Druck und auch die aquaFUTURE e.K.. Ohne das Engagement und die Unterstützung durch diese Organisationen können wir unsere Ziele längst nicht in der uns vorgegebenen Zeit erreichen.

Weiterhin kommen neu in diesen Kreis hinzu die Fa. HC Starck, heute vertreten durch die Herren Dr. Heumüller und Dr. Martin.

Diese Ziele werden entscheidend auch von anderen Menschen mitgetragen. Hierbei ist es mir ein besonderes Anliegen und Vergnügen Frau Petra Siering vom NLWK und ebenso Herrn Lutz Meyer vom NLÖ in Braunschweig ganz herzlich begrüßen zu können.

Ein ganz besonderer Dank gilt hierbei Frau Siering, die sich in den vergangenen Jahren in außerordentlich kompetenter wie auch diplomatischer Weise um die Beseitigung der Abstiegs- und Aufstiegshindernisse für Wanderfische im Aller-Oker-Leine-System verdient gemacht hat. Ihr und allen anderen Mitarbeitern gebühren unser Dank und unsere Anerkennung.

Begrüßen möchte ich natürlich auch die Lachspaten, an deren Stelle besonders den Bürgermeister der Stadt Vienenburg, Herrn Manfred Dieber, der uns auch heute die Durchführung der Veranstaltung unkompliziert ermöglicht hat.

Dazu gehören auch Herr Kohrs, Herr Lippert, Herr Brandes und Herr Hasselmann, die heute hier anwesend sind. Die Lachspaten sorgen mit ihrem sehr persönlichen Engagement für die Unterstützung der AOLG vor Ort. Sie versetzen uns in die Lage auch in den wichtigen Detailbereichen der Gemeinden, Städte und Landkreise effektive Arbeit zu leisten. Auch dafür ein herzliches Danke an alle anderen Lachspaten, die sich dafür einsetzen. Einsatz zeigen auch die vielen Mitglieder der AOLG, hier jedoch besonders die acht gewählten Mitglieder aus den Reihen der 20 Vereine, die der AOLG angehören.

Die beiden Sprecher des Gremiums, Hans-Jürgen Sauer und Dr. Frank Pohl, der leider heute nicht dabei sei kann, sind jederzeit bereit ihre Kompetenz einzusetzen und weiterzugeben. Insbesonders Hans-Jürgen Sauer hat durch seine jahrzehntelange Erfahrung und seine Engagement im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit viel für unsere Ziele erreichen können. Seine vielen Artikel in den Zeitschriften, Fachzeitschriften, seine filmischen Aktivitäten und sein nimmermüder Einsatz für die Wiedereingliederung des Lachses und anderer Wanderfische bei allen öffentlichen Einrichtungen sind in unserer Arbeit nicht mehr wegzudenken. Hierfür möchte ich ihm und natürlich auch seiner Frau, an dieser Stelle besonders danken.

Nicht unerwähnt bleiben dürfen auch die Lachsbeauftragten der Vereine, die ihre Fachkompetenz im Rahmen einer Ausbildung durch den Lachsförderverein erlangten. Sie sind die Fachleute in den Vereinen, die dort vermittelnd, ausbildend, aufklärend und motivierend zur Stelle sind. Sie sind diejenigen, die für uns auch eine Fortführung unserer Zielsetzung in den Vereinen gewährleisten.

Zum Schluss, aber immer an vorderster Front zu finden ist der 1. Vorsitzende des Lachsfördervereins Niedersachsen e.V, Hans Joachim Sterner, den ich hiermit auch herzlich willkommen heiße.

Nun jedoch zum heutigen Tag. Ich will Sie nicht mit vielen Fakten, Daten und Zahlen langweilen. Sie können sie reich bebildert im Internet unter www.lachse2000.de, den Zeitschriften und Fachzeitschriften nachlesen.

Mir ist wichtig auf wenige Punkte einzugehen, die mir jetzt und für die Zukunft relevant erscheinen. Da wäre ein Artikel, vor kurzen erschienen, in dem Sie Herr Sander deutlich machen, dass Sie sich für eine Öffnung der Naturschutzgebiete für interessierte Menschen einsetzen wollen. Wenn ich damit auch bei einigen meiner Standesorganisationen anstoße, ich meine dieser Schritt ist längst überfällig. Wie auch anders können die Natur und vor allen Dingen wir in unserer Arbeit den Menschen näher gebracht werden als dadurch, dass sie selbst erleben wie wir auch als Angler Naturschutz praktisch umsetzen. Sie sehen hier und heute selbst, dass wir ehemals heimische Fische wieder zurück an unsere Gewässer bringen. Dies bezieht sich nicht nur auf den Lachs sondern auch auf viele Kleinfischarten, die fast ausgestorben sind.

Durch viele Projekte vor Ort, ich denke dabei an Fischlehrpfade, Naturkundepfade und anderes, haben wir gezeigt das wir auch vielen Interessierten die Natur näher bringen können. Dies wollen wir auch bei uns fortsetzen. Insoweit kommt uns Ihre Unterstützung auch auf gesetzgeberischen Weg nur entgegen.

Ein anderes Anliegen, welches die AOLG direkt betrifft, ist die weitere und zügige Öffnung der Wasserhindernisse im Bereich der Aller-Oker-Leine und Weser. Hier ist bereits viel, wie auch schon auf die Arbeit von Frau Siering besprochen, getan worden. Allerdings muss noch einiges getan werden, um den Wanderfischen diese Hindernisse auf dem Weg ins Meer und zurück "schwimmbar" zu machen. Leider kommen nur sehr wenige Lachse in der Nordsee an, da einige Kraftwerke durch unzureichende Schutzmaßnahmen zu Hächslern für Fische werden.

Die AOLG hat sich zum Ziel gesetzt, diese Hindernisse zu benennen, zu dokumentieren was geschieht und den Einfluss und die Kraft ihrer mehr als 10.000 Mitglieder einzusetzen um den ehemals heimischen Wanderfischen wieder eine Möglichkeit der Weiterentwicklung zu geben. Dazu gehört auch, dass in Zusammenarbeit mit dem NLWK und dem NLÖ eine gute Dokumentation über den Erfolg von Maßnahmen angestrebt wird.

Heute werden etwa 700 Smolts eingesetzt. Sie werden sicherlich verstehen und nachvollziehen können, dass wir nicht die vorgezogenen mehr als 5000 Junglachse auf einmal an einer Stelle in die Oker einsetzen können. Sie würden sich gegenseitig Konkurrenz machen und sich nicht weiterentwickeln. Die restlichen Smolts werden an anderen Flussstellen, auch in der Radau, einem kleinen Nebenfluss der Oker, eingesetzt.

Ich wünsche Ihnen und uns noch eine erfolgreiche Veranstaltung.

Ulrich Heinemann

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