20.000 Lachse in der Oker ausgesetzt


Gabriel_Deterding
Sigmar Gabriel im Gespräch mit Kurt Deterding
Goslar / Oker (rue) Die Einwohner Okers staunten nicht schlecht, als am Samstagmorgen um 10.00 Uhr Sigmar Gabriel (Oppositionsführer im niedersächsischen Landtag) aus dem Auto stieg. Er war durch den ASV Braunschweig zum ersten Lachsbesatz der Aller-Oker-Lachsgemeinschaft (AOLG) eingeladen worden.

Lachsfachleute
Kurt Deterding begrüßt
zum Lachsbesatz an der Oker

Zunächst begrüßte Kurt Deterding, 1. Vorsitzender des ASV Braunschweig, die anwesenden Gäste, insbesondere nannte er natürlich Sigmar Gabriel sowie die Vertreter der Sponsoren, wie z.B. Okertaler Mineralbrunnen, die Volksbanken der Region, Eurawasser und andere. Er erklärte, dass der ASV Braunschweig schon seit 10 Jahren Lachsbesatz an der Oker betreibe, zunächst mit Brütlingen später wurden so genannte Smolts (ca. 1 Jahr alte Lachse) gesetzt. Aber erst durch den Zusammenschluss der Anliegervereine von Aller und Oker zur AOLG sei das Projekt "Lachswiederansiedlung" auch Erfolg versprechend. Auch der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft und Küstenschutz (NLWK) in Braunschweig, der die Durchgängigkeit der Flüsse vorantreibt, ist eng in das Projekt mit eingebunden, da erst durch die Durchgängigkeit ist die Voraussetzung dafür geschaffen, das Smolts abwandern und Lachse nach ca. 2-3 jährigem Aufenthalt im Meer in die Laichgebiete zurückkehren können.

Lachsfachleute
Sigmar Gabriel beim Einsetzen
der Lachse in die Oker

Als zweiter Redner gab sich Sigmar Gabriel auf die Frage "Wie kommen die auf die verrückte Idee, 20.000 Lachse in die Oker zu schmeißen?" selbst die Antwort. Er bemerkte, dass die Oker in den letzten Jahren sehr viel sauberer geworden sei und der Lachs als Leittier für vernetzte Lebensräume Vorbildfunktion hätte. Gerade in dem durch Schlacke und Abraumhalden belasteten Nordharz würde der Lachs der Region einen enormen Imagegewinn bringen.

Nachdem Sigmar Gabriel persönlich einige der 20.000 Junglachse in die Oker eingesetzt hatte, begab man sich in das Klostergut Wöltingerode, wo ein Buffet mit lokalen Köstlichkeiten auf die Gäste wartete. Der 1. Vorsitzende des Lachsfördervereins Niedersachsen Hans Joachim Sterner und der Sprecher der AOLG Hans Jürgen Sauer verliehen den Lachspatenbrief der AOLG Sigmar Gabriel. Gabriel lobte nochmals die interdisziplinäre Zusammenarbeit der am Lachswiederansiedlungsprojekt im Aller-Oker-Flusssystem beteiligten Personen, Vereinen, Behörden und anderen Institutionen.